Schädliche Transfettsäuren entstehen bei der industriellen Fettherstellung oder bei der Hitzebehandlung von Fetten. Butter und Bratbutter enthalten glücklicherweise keine solchen künstlichen und ungesunden Transfettsäuren. Es stellte sich jedoch die Frage, ob beim Erhitzen von Butter in der eigenen Küche Gefahr drohe. Die Entwarnung vorneweg: Nein! Eine Studie bestätigt: Mit Butter kochen und backen ist unbedenklich.
Transfettsäuren (TFS) entstehen vor allem bei der industriellen chemischen Härtung von pflanzlichen Ölen. Natürlicherweise kommen sie in Milch, Milchprodukten und Fleisch vor. Die industriellen Transfettsäuren, die auch in Fertigprodukten wie Backwaren, Snacks, Süssigkeiten und Fastfood zu finden sind, wirken sich negativ auf die Gesundheit aus. Sie erhöhen das schlechte LDL-Cholesterin, senken das gute HDL-Cholesterin und stehen im Verdacht, das Diabetes-Risiko zu erhöhen. Die natürlichen Transfettsäuren, wie sie in Milch und Milchprodukten zu finden sind, sind jedoch ungefährlich. Denn Milch und Milchprodukte enthalten mehrheitlich die Transfettsäure Vaccensäure, welche vom Körper in die konjugierte Linolsäure CLA abgebaut wird. Diese CLA ist unbedenklich. Studien deuten sogar auf einen positiven Einfluss bei der Krebs- und Diabetesbekämpfung hin.
Butter ist und bleibt natürlich
Die Transfettsäuren-Diskussion führte bei vielen Konsumenten berechtigterweise zur Frage, ob beim Braten, Backen oder Frittieren in der eigenen Küche Transfettsäuren entstehen. Die Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ALP ging dieser Frage nach und untersuchte das Erhitz-Verhalten von Butter, Bratbutter und Bratcrème. Diese drei Fette wurden sowohl für 20 als auch 60 Minuten auf 180°C und 220°C erhitzt. Von den frischen wie auch von den erhitzten Fetten wurde eine Probe genommen und auf Transfettsäuren analysiert. Fazit: Die Befürchtung, dass grosse Mengen Transfettsäuren beim Erhitzen in der eigenen Küche entstehen, ist unbegründet. Wenn sich Transfettsäuren in Fetten oder Ölen finden, dann stammen sie schon aus dem verwendeten Rohprodukt. Die verschiedenen Untersuchungen zeigen, dass Milchfett ohne Bedenken in der warmen Küche verwendet werden kann.
Neue Verpackung, gleicher Inhalt
Die Bratbutter und die Bratcrème wurden neu verpackt. Auf den ersten Blick ist nun ersichtlich, woraus sie hergestellt werden, nämlich aus nichts anderem als aus reiner Butter. Der Inhalt ist Natur pur: keine Zusatzstoffe, keine künstlich gehärteten Fette, keine ungesunden industriellen Transfettsäuren. Die Bratbutter und die Bratcrème unterscheiden sich also von pflanzlichen Fettstoffen, welche in mehrstufigen chemischen Prozessen hergestellt werden, durch ihre Natürlichkeit und den Buttergeschmack.
Die neuen Packungen sind in den Grossverteilern Migros und Coop teilweise bereits erhältlich und werden in weiteren Handelskanälen in den nächsten Wochen eingeführt.
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