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Fett, Butter und Transfettsäuren. Ein Update

Viele Menschen setzen eine gesunde Ernährung mit einer möglichst fettfreien gleich. Das ist aber falsch. Fettreiche Mahlzeiten sollten zwar vermieden werden, aber die richtigen Fette in der richtigen Menge gehören zu einer gesunden Ernährung.
Ein kleines Update.


So ungewohnt das klingen mag: Fett gehört ebenso zu einer gesunden Ernährung wie Kohlenhydrate und Eiweisse. Fett und seine Begleitstoffe liefern konzentrierte Energie, verschiedenste Fettsäuren, Aromastoffe und fettlösliche Vitamine. Im Körper schützt Fett empfindliche Organe vor Stössen und Schlägen und hält bei Kälte schön warm.

Auf die Menge kommt es an
Rund 1 Gramm pro Kilogramm Normalgewicht ist die Faustregel für einen vernünftigen Fettkonsum. Bei der Zusammenstellung der Nahrung sollte man sich immer bewusst sein, dass es auch so genannte versteckte Fette gibt. Verstecktes Fett kommt zum Beispiel in Wurst, Mayonnaise oder Schokolade vor – obwohl nicht sichtbar, enthalten diese Produkte sehr viel Fett.

Fett ist nicht gleich Fett
Fertig- und Halbfertigprodukte und industriell hergestellte Backwaren enthalten oft so genannte gehärtete Fette. Diese liefern vor allem Kalorien und wenig bis keine lebensnotwendigen Fettsäuren. Sie werden für industrielle Zwecke aus pflanzlichen Ölen "massgeschneidert". Bei Zimmertemperatur sind sie fest, besser haltbar und hitzebeständiger. Die Fetthärtung hat zwar für die Produktion von Fertiggerichten Vorteile, vom gesundheitlichen Standpunkt aus betrachtet sollten solche Produkte jedoch nicht regelmässig auf den Tisch kommen. Natürliche Fette, die in Butter, Rapsöl, Milch oder Käse vorkommen, sind qualitativ besser und gesünder.

Butter enthält keine ungesunden Transfettsäuren
Transfettsäuren sind ungesund. Aber nicht alle: Die natürlich vorkommenden Transfettsäuren in Milch, Milchprodukten, Butter und Fleisch haben keinen negativen Einfluss auf die Gesundheit. Mit den natürlichen Transfettsäuren kann der Körper umgehen, mit den industriellen hingegen nicht. Dies hat zwei Gründe: Der Anteil der natürlichen Transfettsäuren in Milch und Milchprodukten ist grundsätzlich kleiner als in Fertigprodukten oder bei gehärteten Fetten. Zudem enthalten Milch und Milchprodukte mehrheitlich die Transfettsäure Vaccensäure, welche vom Körper in die konjugierte Linolsäure (CLA) abgebaut wird. Diese CLA ist unbedenklich und hat möglicherweise sogar einen positiven Einfluss bei der Krebs- und Diabetesbekämpfung.

Tipps und Tricks fürs fettbewusste Essen:

  • Essen Sie selten versteckte Fette aus Fertiggerichten, Backwaren, Süssigkeiten, Frittiertem, Paniertem, Chips und Snacks, Wurstwaren und fetten Salatsaucen.
  • Bevorzugen Sie natürliche Fette. 1 Esslöffel Rapsöl für die Salatsauce, 1 Esslöffel Butter fürs Brot, 1 Esslöffel Bratbutter für die warme Küche.
  • Verzichten Sie möglichst auf hoch verarbeitete Knusperflocken (Frühstückscerealien) und verarbeitete Getreideriegel.
  • Essen Sie täglich 20-30 g Nüsse, Kernen und Samen (2 Esslöffel). Sie sind wertvolle Lieferanten von Fettsäuren, Mineralstoffen und Vitaminen.

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Haben Sie Fragen zur gesunden Ernährung? Schreiben Sie per E-Mail an: ernaehrungsberatung@swissmilk.ch

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