Fett erfüllt zahlreiche wichtige Funktionen im menschlichen Körper. Es ist ein konzentrierter Energieträger und seine Speicherung in Körperdepots stellt in Notzeiten eine lebenswichtige Reserve dar. Zudem wird Fett als Baustoff für den Aufbau von Körperzellen gebraucht und umgibt die Organe wie ein Polster und bildet eine Isolierung unter der Haut. So schützt es den Körper vor Kälte und mechanischen Einflüssen. Mit den Nahrungsfetten werden essenzielle (lebensnotwendige) Fettsäuren aufgenommen, die der Körper nicht selber bilden kann. Als Träger von fettlöslichen Vitaminen und Geschmacksstoffen ist Fett ein unverzichtbarer und wohlschmeckender Nahrungsbestandteil. Wie viel Fett pro Tag für Sie gesund ist, erfahren Sie in der Ernährungspyramide.
Nein. Vom Butterbrot wird niemand dick. Oft streichen sich ernährungsbewusste KonsumentInnen Margarine statt Butter aufs Brot, um Kalorien zu sparen. Dies ist jedoch ein Trugschluss, da Butter und Margarine genau gleich viel Kalorien enthalten. Der Überkonsum an Fett stammt meist aus Fertigprodukten, fetten Saucen, Frittiertem, Snacks, Back- und Wurstwaren. Diese Genussprodukte sind zum Verwöhnen da und gehören deshalb keineswegs täglich auf den Tisch.
Nein, das ist ein Vorurteil. Butter und Margarine enthalten praktisch gleich viele Kalorien. Beide Produkte bestehen hauptsächlich aus Fett und 1 Gramm Fett liefert 9,3 kcal, egal ob es sich um ein pflanzliches oder ein tierisches Fett handelt. Hier die genauen Zahlen: 10 g Margarine enthalten 72,3 kcal und dieselbe Menge Butter enthält 72,9 kcal. Bei diesem kleinen, praktisch vernachlässigbaren Unterschied können also bei der Verwendung von Margarine keine Kalorien eingespart werden. Innerhalb einer gesunden, fettbewussten und ausgewogenen Ernährung hat Butter durchaus ihren Platz.
Sobald die Festtage vorbei sind, beginnt in den meisten Frauenzeitschriften die Zeit der 'Wunderdiäten'. Diese sind meistens sehr einseitig aufgebaut. Durch die extreme Ernährungsumstellung kommt es zwar zu einem schnellen Gewichtsverlust, gleichzeitig aber entwickeln sich die bekannten Gelüste nach all dem Guten, dass man sich vorenthalten muss. Der Absturz in die alten Essgewohnheiten ist bereits programmiert. Wer über die Festtage zugenommen hat, sollte nicht Diät halten, sondern sich mit einer ausgewogenen und gesunden Ernährung Gutes tun. Zum Beispiel mit reichlich Obst, Gemüse und Salat, zu jeder Mahlzeit sättigende Stärkeprodukte wie Brot, Getreide und Kartoffeln, drei Portionen Milch und Milchprodukte, etwas Fleisch und massvoll natürliche Fette wie Butter und Salatöl. Viel Bewegung an der frischen Luft kurbelt den Stoffwechsel und damit die Verbrennung an.
Ja. Es gibt genetische Unterschiede. Jeder kennt sie: schlanke Menschen, die anscheinend unbegrenzt essen können und andere, die sehr schnell zunehmen. Die guten Futterverwerter neigen dazu, Energie zu speichern und Fettreserven anzulegen. Die schlechten Futterverwertern lassen einen guten Teil der aufgenommenen Kalorien als Wärme verpuffen. Aber Alltagsaktivitäten wie Gehen, Treppensteigen und Hausarbeit spielen eine grosse Rolle. Da wird Energie verbraucht. Und dies ist im Gegensatz zur Genetik beeinflussbar.
Nein, es kommt darauf an, wie viel man isst und wie viel Energie man verbraucht. Bekommt der Körper mehr, als er braucht, lagert er das überschüssige Material in seinen Vorratskammern ab – egal zu welcher Tageszeit. Allerdings trinkt man zu einem gemütlichen Abendessen gerne mal ein Glas Wein oder Bier. Alkoholische Getränke steigern den Appetit, so dass man eher ein bisschen zu viel isst.
Ernährungswissenschaftler haben festgestellt, dass bei Produkten mit natürlichem Fettgehalt wesentlich schneller ein Sättigungsgefühlt eintritt – vorausgesetzt man isst langsam. Bei fettreduzierten Produkten dauert es wesentlich länger. Aus diesem Grund isst man mehr.
Zwar enthält Butter wie jedes andere tierische Produkt Cholesterin, der Cholesteringehalt eines Nahrungsmittels wird heute aber als zweitrangig angesehen. Cholesterin ist jedoch kein Gift, sondern eine lebenswichtige Substanz, ein Baustein unserer Körperzellen. Egal, ob Herz, Hirn oder Nerven, ohne Cholesterin läuft nichts. Zudem steht fest, dass das Cholesterin unserer Nahrung kaum einen Einfluss auf den Cholesteringehalt im Blut hat. 10 g Butter enthalten nur gerade 24 Milligramm Cholesterin. Davon wird vom Körper nur die Hälfte aufgenommen, was bei einer empfohlenen Zufuhr von ungefähr 300 Milligramm Cholesterin pro Tag nicht ins Gewicht fällt. Zudem haben die kurz- und mittelkettigen Fettsäuren, die in der Butter vorkommen, nach wissenschaftlichen Erkenntnissen keinen Einfluss auf den Cholesterinstoffwechsel.
Nein. Butter ist ein Naturprodukt, das aus Milchrahm hergestellt wird. Sie enthält im Gegensatz zu Margarine keinerlei milchfremde Zusätze wie Emulgatoren, Stabilisatoren, Farbstoffe und Aromen. Ihre Herstellung ist zudem ökologisch sinnvoll, denn im Gegensatz zu den meisten Pflanzenfetten, die mit Rohstoffen aus aller Welt hergestellt werden, braucht es für die Butter weder lange Transportwege noch komplizierte, energieintensive Herstellungsprozesse.
Nein. Es wird zwar oft behauptet, dass nur pflanzliche Fette gesund seien, da sie vor allem ungesättigte Fettsäuren enthalten. Die Formel "pflanzlich = gesund" ist jedoch ein Trugschluss. Alle Nahrungsfette bestehen aus einem Gemisch an gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. Ein Beispiel: Gerade die in Fertigprodukten häufig verwendeten Fette wie Kokos- oder Palmfett weisen trotz ihrer pflanzlichen Herkunft von allen Nahrungsfetten am meisten gesättigte Fettsäuren auf. Auch die Aussage, dass nur ungesättigte Fettsäuren gesund seien, ist nicht korrekt. Unser Körper braucht sowohl gesättigte wie ungesättigte Fettsäuren. Schlechter für die Gesundheit sind die bei der industriellen Fetthärtung entstehenden Transfettsäuren. Wie sie zum Beispiel in vielen Fertigprodukten oder Backwaren zu finden sind. Natürlich vorkommende Transfettsäuren hingegen aus Milch und Milchprodukten zeigen in mehreren Studien keine negativen gesundheitlichen Auswirkungen. Wer seine Fette bewusst auswählt und natürliche Fette bevorzugt, diese richtig einsetzt, tut seiner Gesundheit damit etwas Gutes.
Gehärtete Fette sind für industrielle Zwecke aus pflanzlichen Ölen „massgeschneidert“. Sie sind bei Zimmertemperatur fest, besser haltbar und hitzebeständiger. Die Fetthärtung hat zwar für die Herstellung von Backwaren, Fertig- und Halbfertigprodukten Vorteile, vom gesundheitlichen Standpunkt aus betrachtet sollten solche Produkte jedoch nicht regelmässig auf den Tisch kommen. Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich!